Pyro, Pogo, Punkrock – Ein Rückblick auf das 5. FROSTPUNX OPEN AIR

Pyro, Pogo, Punkrock – diese drei Stützpfeiler einer zünftigen Sause
umschreiben recht gut das Feeling, von dem sich die rund 150
Besucher_innen des fünften Frost-Punx-Picnics am 18. Februar bei nicht
allzu frostigen Temperaturen im erzgebirgischen Lugau infizieren ließen.
Den Startschuss gaben zu früher Abendstunde Asselterror aus Lunzenau,
die das Publikum mit ihrem ultrarotzigen Deutschpunk auf eine Zeitreise
30 Jahre in die Vergangenheit mitnahmen und dabei die Herzen sämtlicher
Schleim-Keim-Fans höherschlagen ließen. Eine etwas härtere Gangart
schlug anschließend das Dresdener Fünfergespann Bruch ein, das den
Anwesenden eine kraftvolle Mischung aus Punk, Hardcore und Metal
servierte, der nicht nur dank der weiblichen Vocals eine sehr
eigenständige Note eingeimpft worden ist. Die Jungs von Kellerasseln
nahmen das von Bruch vorgegebene Tempo dankend auf, um das Gaspedal mit
ihrem ebenso rasendschnellen wie auch rotzigen Hardcore-Punk weiter
durchzutreten. Immer wieder erstaunlich, wie pointiert die Texte des
Erfurter Trios in ihrer Aussagekraft angesichts der doch recht
überschaubaren Länge der Songs sind. Mit einer nicht minder klaren
Message im Gepäck enterten nun One Step Ahead aus Limbach-Oberfrohna mit
ihrem sich zwischen Härte und Melodie bewegenden Hardcore-Punk die
kleine Bühne. Kritische, klar antifaschistische Statements erklangen von
der Bühne, während sich das Publikum mit frenetischem Pogo und dem
Entzünden farbenfroh-feuriger Pyrotechnik bedankte. Chemieverseucht aus
Bitterfeld ließen dank ihres dreckigen Deutschpunks die Stimmung weiter
aufkochen, bis diese u.a. beim Cover des Abraum-Klassikers „Großgeworden
im Beton“ vollends gipfelte. Das Schlusslicht bildeten Lötfett aus
Weimar, die dem Frost-Punx-Picnic mit Hilfe ihres schrammelig-krachigen
Deutschpunks den passenden Ausklang verliehen. Die auf dem Flyer
angekündigten Kopfsteinpflaster hatten leider aufgrund bandinterner
Gründe zuvor absagen müssen.
Während im großen Zelt wie oben geschildert ordnungsgemäß gefeiert
wurde, konnten sich die Besucher_innen am Essensstand des AZ Dorftrottel
mit so mancher Leckerei den Wanst vollschlagen, sich durch die
Getränkekarte des Cocktailstands schlürfen oder ihre Moneten an den
Plattenständen von Anarchopunx Records oder SM Musik verscheuern. An
dieser Stelle gilt unser Dank nicht nur allen beteiligten Bands, sondern
vor allem auch den vielen helfenden Händen, ohne die das Festival in
dieser Form nicht möglich gewesen wäre – vielen Dank!
Übrigens ist das diesjährige Frost-Punx-Picnic gefilmt worden, so dass
es in absehbarer Zeit – manche munkeln von zwei Monaten – eine DVD von
besagten Event für kleines Geld zu erstehen geben wird.
Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf das nächste Frost-Punx-Picnic
– wir sehen uns!

fp 9
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